DDR-Erinnerungsarbeit im Wandel der Zeit
Ausgangspunkt des Vortrags war die Frage, warum Erinnerungsarbeit zur DDR auch heute noch wichtig ist. Anschließend gliederte Mühlbauer die Entwicklung der Aufarbeitung in drei zentrale Phasen: die Jahre 1990 bis 2000, 2000 bis 2010 sowie die Zeit von 2010 bis heute. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er auf, welche Themen in den jeweiligen Zeiträumen im Mittelpunkt standen und welche Institutionen die gesellschaftliche Auseinandersetzung besonders geprägt haben.
Darüber hinaus wurden Kontroversen und Debatten beleuchtet, die den Umgang mit der DDR-Geschichte bis heute begleiten. Dabei ging es unter anderem um unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerungskultur, historische Bewertung und die Frage, wie DDR-Geschichte künftig vermittelt werden kann.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion. Dabei wurden persönliche Erfahrungen, Fragen und unterschiedliche Sichtweisen eingebracht, wodurch sich ein intensives und offenes Gespräch entwickelte.
Die Veranstaltung diente zugleich als Vorbereitung auf die Exkursion der Themenreihe „Freiheit“ in das Stasimuseum Berlin-Lichtenberg am 26. Mai. Dort sollen einzelne Aspekte, insbesondere rund um die Arbeit der Staatssicherheit, vor Ort weiter vertieft werden.