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Underground Snack: Eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Lausitzer Böden

Was haben Kiefernnadeln, Buchweizen und saure Gurken mit den Böden der Lausitz zu tun? Beim zweiten Workshop mit Angela Ka Ki Lee im Rahmen des GFZ Pop-up-Stores begaben sich die Teilnehmenden auf eine außergewöhnliche kulinarische Entdeckungsreise. In gemütlicher Atmosphäre wurden regionale Besonderheiten nicht nur besprochen, sondern auch geschmeckt, erlebt und kreativ verarbeitet.

Ein Abend voller ungewöhnlicher Geschmackserlebnisse

Nach dem kreativen „Art Workshop on Underground“ lud Angela Ka Ki Lee im Rahmen des GFZ-Themenmonats zum zweiten Workshop „Underground Snack“ ein. Diesmal stand die Verbindung zwischen Boden, Landschaft, regionalen Produkten und unseren Essgewohnheiten im Mittelpunkt.

Bereits beim Betreten des Raumes wurde deutlich, dass es kein gewöhnlicher Workshop werden würde. Leinentücher, Heidekraut, regionale Produkte und Steine aus dem Tagebau sorgten für eine einladende Atmosphäre und stellten einen direkten Bezug zur Lausitzer Landschaft her. Eine gemeinsame Meditation zu Beginn stimmte die Teilnehmenden auf die bewusste Wahrnehmung ihrer Umgebung und der bevorstehenden Geschmackserlebnisse ein.

Anschließend erwartete die Gäste ein außergewöhnliches Drei-Gänge-Menü, bei dem jede Speise eine Geschichte über die Region und ihre Böden erzählte.

Den Auftakt bildete frisches Bäckerbrot mit einer besonderen Kräuterbutter, verfeinert mit gemahlenen Kiefernnadeln und Pollen, sowie regionalem Leinöl. Während des gemeinsamen Essens tauschten die Teilnehmenden persönliche Erinnerungen und Geschichten aus der Region aus.

Im zweiten Gang wurde es experimenteller: Eine Laubsuppe, bei deren Zubereitung unter anderem Blätter heimischer Bäume wie Ahorn und Buche verwendet wurden, sorgte für neugierige Blicke und neue Geschmackserfahrungen. Dazu gab es saures Quellwasser aus der Region und saure Gurken. Die ungewöhnliche Kombination griff die Versauerung der regionalen Böden auf und machte diese Eigenschaft auf geschmackliche Weise zum Thema.

Der dritte Gang widmete sich unter anderem einer alten landwirtschaftlichen Tradition der Lausitz. Serviert wurden Frischkäse, gepoppter Buchweizen, der an kleines Popcorn erinnerte, regionale Weintrauben vom Wolkenberg und gebackene rote Zwiebeln. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, dass Buchweizen früher eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft rund um Spremberg spielte und inzwischen wieder verstärkt angebaut wird.

Regionale Geschichten kreativ festgehalten

Neben den kulinarischen Entdeckungen blieb auch Raum für Kreativität. Während des Workshops gestalteten die Teilnehmenden jeweils eine Collage, in der sie ihre Eindrücke, Gedanken und persönlichen Bezüge zur Region festhielten. Zum Abschluss wurden die entstandenen Werke in geselliger Runde vorgestellt und gemeinsam besprochen.

Der „Underground Snack“ war ein ebenso unterhaltsamer wie ungewöhnlicher Abend. Viele der verwendeten Zutaten und Kombinationen waren für die Teilnehmenden völlig neu. Manches kostete zunächst etwas Überwindung, führte aber gerade dadurch zu überraschenden und positiven Geschmackserlebnissen.

Der Workshop zeigte auf besondere Weise, wie eng unsere Ernährung, die regionale Geschichte und die Beschaffenheit unserer Böden miteinander verbunden sind. Wissenschaftliche Themen wurden hier nicht nur erklärt, sondern mit allen Sinnen erfahrbar gemacht.