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Für Fachpublikum: Fachvortrag - Enzyme für neue Medikamente und sauberes Wasser

17.11.2026 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr 17.11.2026 19:30 Uhr

Wie können Enzyme dabei helfen, Medikamente weiterzuentwickeln und Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser zu entfernen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Fachvortrag der Präsenzstelle Spremberg am Dienstag, den 17. November 2026, um 17:30 Uhr im RePost Zeitcafé.

Den Fachvortrag hält Prof. Dr. rer. nat. Katrin Scheibner. Sie ist Professorin für Enzymtechnologie an der BTU Cottbus-Senftenberg und leitet das gleichnamige Fachgebiet. Gemeinsam mit ihrem Team erforscht sie, wie Enzyme unter anderem für die Herstellung neuer Medikamente sowie zum Nachweis und Abbau von Schadstoffen im Wasser genutzt werden können. Dazu passend werden die Forschungsprojekte „Next Generation Drugs“ und „ELIMIK“ vorgestellt. Beide Projekte zeigen, wie Erkenntnisse aus der Enzymtechnologie für die Medizin und den Umweltschutz genutzt werden können.

Im Projekt „Next Generation Drugs“ geht es um die Entwicklung einer neuen Generation von Medikamenten. Bestimmte Wirkstoffe werden erst durch die Umwandlung in der Leber wirksam, was jedoch wiederum unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Deshalb forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am BTU-Campus in Senftenberg, wie diese wirksamen Stoffwechselprodukte mithilfe von Enzymen außerhalb des Körpers hergestellt und gezielt als Arzneimittel genutzt werden können. Ziel ist es, unerwünschte Abbauprodukte und mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Das Projekt „ELIMIK“ richtet den Blick auf Arzneimittelrückstände und andere Mikroschadstoffe im Abwasser. Erforscht wird eine Filtertechnologie, bei der Enzyme auf Trägermaterialien gebunden werden und die Rückstände abbauen sollen. Damit verbindet das Projekt biotechnologische Forschung mit dem Schutz unserer Wasserressourcen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam über die vorgestellten Ansätze zu diskutieren. Dafür stehen neben Prof. Scheibner auch ihre Doktorandin Marina Schramm und ihr Doktorand Carlos Renato Carrillo Avilés zur Verfügung.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachleute aus Stadtwerken, Wasserverbänden, Apotheken, Arztpraxen und weiteren Bereichen des Gesundheits- und Umweltwesens. Interessierte aus der allgemeinen Öffentlichkeit sind ebenfalls herzlich willkommen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: kontakt@praesenzstelle-spremberg.de


Unter dem Motto „Gesundheit und Medizin der Zukunft“ rückt die Präsenzstelle Spremberg vom 3. bis zum 26. November 2026 aktuelle Entwicklungen in Medizin, Pflege und Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt. Insgesamt zehn Veranstaltungen richten sich an die interessierte Öffentlichkeit, Fachpublikum sowie Schülerinnen und Schüler. 

Der Motto-Monat greift zugleich das Thema des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“ auf. Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Weitere Informationen finden Sie unter: praesenzstelle-spremberg.de